Die gleiche Prüfung, zwei Durchführungsmethoden. Kurz gesagt: Die Prüfungsinhalte und die Punkteskala sind gleich, Speaking wird weiterhin mit einem echten Prüfer durchgeführt; der Unterschied liegt in der Handhabung, und am meisten beim Listening.
Der größte Unterschied: 10 Minuten zum Abschreiben der Antworten
Die Papierprüfung gibt 10 Minuten am Ende des Listening-Teils, um die Antworten von der Prüfungsaufgabe auf den Antwortbogen zu übertragen. Bei der Computerprüfung gibt es diese Zeitspanne nicht, da man die Antworten direkt in die Felder eingibt — es bleiben nur etwa zwei Minuten zur Überprüfung.
Für langsame oder häufig fehlerhafte Schreiber sind diese 10 Minuten eine echte Erleichterung. Für schnelle Tippende ist das direkte Eingeben ein Vorteil: Es gibt keinen Zwischenschritt, sodass das Risiko, eine Zeile falsch abzuschreiben, entfällt.
Writing: Wörter zählen und Korrekturlesen
Am Computer wird die Wortanzahl angezeigt — man verliert keine Zeit mit dem Zählen und reicht nie eine Arbeit mit zu wenigen Wörtern ein, ohne es zu wissen. Korrekturlesen ist ebenfalls einfacher: Man kann einen Satz in einen Absatz einfügen, ohne den gesamten Absatz neu schreiben zu müssen.
Im Gegenzug erstellen Personen, die an der Hand schreiben, oft eine Gliederung direkt auf dem Papier und sehen den gesamten Text gleichzeitig. Auf dem Bildschirm wird der bereits geschriebene Teil aus dem Blickfeld gerollt, was es einfacher macht, Ideen zu wiederholen.
Reading: Handhabung statt Fähigkeiten
Auf Papier unterstreicht man, umkreist und macht Randnotizen. Am Computer gibt es Werkzeuge zum Markieren und Notieren, aber man muss vorher üben, um sie flüssig zu nutzen. Die Lesetexte und Fragen erscheinen nebeneinander, man muss nicht umblättern — das hilft, Informationen schneller zu verbinden.
Speaking bleibt unverändert
In beiden Formaten wird das Speaking direkt mit einem Prüfer durchgeführt, 11–14 Minuten, drei Teile wie gewohnt. Es gibt keine Computerbewertung für das Speaking in der offiziellen Prüfung.
Welche Form sollte man wählen
Wählen Sie basierend auf Ihrer eigenen Handhabung, nicht nach allgemeinen Ratschlägen:
- Tippen Sie schneller als handschriftlich und machen Sie häufig Rechtschreibfehler beim Abschreiben: Wählen Sie den Computer.
- Möchten Sie den gesamten Text gleichzeitig sehen und sind daran gewöhnt, viele Randnotizen zu machen: Wählen Sie Papier.
- Haben Sie alles am Computer geübt: Machen Sie die Prüfung nicht auf Papier, nur weil man sagt, dass Papier vertrauter ist.
Wichtiger als die Wahl ist es, in der Form zu üben, in der Sie die Prüfung ablegen werden. Wenn Sie am Computer prüfen, üben Sie mit einem Countdown auf dem Bildschirm, geben Sie die Antworten ein, anstatt zu schreiben, und üben Sie, in zwei Minuten zu überprüfen. Die Plattformen für Computerprüfungen — einschließlich LinguaGrade — simulieren diese zeitlichen Einschränkungen genau, sodass die echte Prüfung nicht die erste Begegnung mit der Benutzeroberfläche ist.
Häufig gestellte Fragen
Sind die Punkte am Computer leichter zu erreichen als auf Papier?
Nein. Gleiche Umrechnungsskala, gleiche Kriterien. Unterschiede, wenn vorhanden, ergeben sich aus der Handhabung des Prüflings.
Sind die Ergebnisse am Computer schneller?
In der Regel deutlich schneller als bei der Papierprüfung, da der Multiple-Choice-Teil automatisch bewertet wird. Die genaue Zeit hängt vom Prüfungszentrum ab.
Darf man beim Test am Computer Notizen auf Papier machen?
Ja, den Prüflingen werden Notizblätter und Stifte im Prüfungsraum zur Verfügung gestellt.